Rechtsanwaltskammer Celle
Tel: 05141 - 9282- 0
E-Mail: info@rakcelle.de
 

 
 

Anwaltsausbildung

 
Aus- und Fortbildung
     
  1. Studium und Referendariat  
 


Die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft setzt zunächst ein rechtswissenschaftliches Studium an einer Universität voraus. Die Regelstudienzeit beträgt 9 Semester. Im Studium werden die drei großen Rechtsgebiete Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht behandelt. In den ersten Semestern ist eine Zwischenprüfung abzulegen, die sich aus semesterbegleitenden Leistungskontrollen, regelmäßig Fallklausuren, zusammensetzt.
In den weiteren Semestern werden die Zulassungsvoraussetzungen zur Ersten Prüfung erworben. Hierzu zählen mittlerweile auch Fremdsprachennachweise sowie der Erwerb einer Schlüsselqualifikation, z.B. das Absolvieren eines Rhetorikkurses.
Das Studium schließt mit der Ersten Prüfung ab. Diese gliedert sich in einen universitären Teil, die Schwerpunktbereichsprüfung, die mit 30% in die Endnote eingeht, und eine Pflichtfachprüfung, die von den staatlichen Landesjustizprüfungsämtern durchgeführt wird. Die Schwerpunktbereichsprüfung hat im Wesentlichen eine wissenschaftliche Abschlussarbeit zum Gegenstand. Der Student kann zwischen verschiedenen Schwerpunktbereichen der jeweiligen Universität wählen. In der Pflichtfachprüfung werden eine Reihe von Klausuren geschrieben und eine mündliche Prüfung abgenommen. Das Zeugnis der Ersten Prüfung weist neben der Endnote die Noten der Schwerpunktsbereichs- und Pflichtfachprüfung gesondert aus.
Mit bestandener Erster Prüfung verleihen die Universitäten den akademischen Grad des Diplomjuristen (Dipl.-Jur.).

An das Studium schließt sich das zweijährige Referendariat an. Der Referendar steht in einem besonderen öffentlich-rechtlich Ausbildungsverhältnis zu dem Land, das ihn eingestellt hat. Der Vorbereitungsdienst ist in mehrere Ausbildungsabschnitte unterschiedlicher Länge unterteilt. Der Referendar wird u.a. bei einem Zivilgericht, einer Staatsanwaltschaft, einer Verwaltungsbehörde und einem Rechtsanwalt ausgebildet. Die Ausbildung erfolgt daneben in stationsbegleitenden Arbeitsgemeinschaften. Der Vorbereitungsdienst wird mit der Zweiten Juristischen Staatsprüfung abgeschlossen. Mit dem Bestehen der Prüfung darf der Kandidat die Bezeichnung „Assessor“ führen. Zugleich wird die Befähigung zum Richteramt erworben, was die Zulassung zur Anwaltschaft ermöglicht.

In der Juristenausbildung konnte sich die mit der Bologna-Reform einhergehende Einführung von Bachelor-/Masterabschlüssen bisher nicht durchsetzen. Die Justizministerkonferenz hat die Einführung dieser Abschlüsse bisher abgelehnt. Ob zukünftig die Juristenausbildung in dieser Hinsicht reformiert wird, ist derzeit offen.

 
 
  2. Fortbildung der RAe  
 
Grundsätzlich ist jeder Rechtsanwalt/in verpflichtet sich fortzubilden. Diese Verpflichtung ist in § 43 a Abs. 6 BRAO geregelt:
Der Rechtsanwalt ist verpflichtet sich fortzubilden. Dieses Erfordernis unterstützt die Kammer über die rak.seminare GmbH mit deren breit gefächertem, ortsnahem und preisangemessenen Fortbildungsangebot.
 
   
  3. Fachanwaltsausbildung  
 


Die Bezeichnung "Fachanwalt" setzt sich als Marke durch. Sie ist zu einem jederzeit und überall sichtbaren Zeichen von Qualität geworden. Bürger fragen immer häufiger nach diesen Spezialisten. Mit einer Fachanwaltsqualifikation heben sich Anwälte von der wachsenden Zahl ihrer Mitbewerber ab. Mit dem Erwerb des Titels dokumentieren sie, dass sie über besondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen in einzelnen Rechtsgebieten verfügen. Sie haben dafür die Bearbeitung einer erheblichen Anzahl von Fällen des jeweiligen Fachgebiets nachgewiesen, haben Lehrgänge besucht und Prüfungen vor neutralen Stellen abgelegt. Anwältinnen und Anwälte mit einem Fachanwaltstitel dokumentieren darüber hinaus, dass sie ihr Wissen ständig aktuell halten. Dazu verpflichtet sie die Fachanwaltsordnung.

 
       
 

 
 
 
   Home   |    Bürger   |    Wir über uns   |    Anwälte   |    Ausbildung beim Anwalt   |    Impressum   |    Kontakt   

Celler Internet Dienste © 2017